Jugendwettbewerb

Das HANNAH-Konsortium nimmt Beiträge für seinen Jugendwettbewerb entgegen. Das Thema des Wettbewerbs ist "Die jüdische Geschichte meiner Stadt - ein digitaler Erzählwettbewerb". Schülerinnen und Schüler sind eingeladen, einen kurzen Dokumentarfilm mit einer Kombination aus Video und Fotos einzureichen, der zwischen 5 und 7 Minuten lang ist.

Der Wettbewerb ist in zwei Kategorien unterteilt: eine Kategorie ist für Schülerinnen und Schüler zwischen 12 und 16 Jahren offen, eine für Schülerinnen und Schüler zwischen 17 und 21 Jahren.

Preise:
1. Preis: Gutschein über 300€
2. Preis: Gutschein über 200€
3. Preis. Gutschein über 100€

Gutscheine können für technisches Equiptment, oder Bücher mit Holocaust-Bezug verwendet werden.

Deadline: 5. Oktober 2022
Die Gewinnerprojekte werden Ende Oktober, 2022, bekannt gegeben.

Die Gewinnerprojekte werden im November 2022 auf der HANNAH-Abschlusskonferenz in Athen vorgestellt, die vom Jüdischen Museum Griechenlands ausgerichtet wird.

LEITFADEN

LEITFADEN, SCHRITT 1: RECHERCHE

Schülerinnen und Schüler überlegen sich ein Thema für einen Film. Zur Inspiration könnt ihr euch die Best-Practice-Beispiele ansehen, die von Jugendlichen in Griechenland und Polen gedreht wurden: Im ersten Film geht es um den jüdischen Friedhof in Thessaloniki in Griechenland. Der zweite Film handelt von der jüdischen Geschichte der polnischen Stadt Biala Podlaska.

Anschließend recherchieren die Schülerinnen und Schüler das frühere und heutige jüdische Leben in ihrer Stadt oder Region. Mögliche Leitfragen zur Strukturierung des Films sind:

  • Wann kamen die ersten Juden in die Stadt?
  • Wann erreichte die jüdische Bevölkerung ihren Höchststand und wann war das?
  • Wer waren die berühmtesten Juden, die von hier oder aus der Umgebung kamen?
  • Wo sind sie begraben?
  • Wie viele Juden leben heute hier und welche jüdischen Stätten (Synagogen, Friedhöfe usw.) gibt es noch?
  • Falls es keine jüdischen Stätten mehr gibt: Gibt es noch Spuren von ihnen oder andere Zeichen des Gedenkens?
  • Welche Berufe übten die Juden in der Stadt aus?
  • Was geschah hier während des Holocausts?
  • Was geschah mit den Juden der Stadt nach dem Holocaust?
  • Beschreiben Sie die heutige jüdische Gemeinde der Stadt und ihre Aktivitäten.
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SCHRITT 2. FOTOS FINDEN, UM DIE GESCHICHTE ZU ERZÄHLEN

Ihr könnt Fotos in Datenbanken wie centropa.org, National- und Stadtbibliotheken, Archiven oder lokalen Museen für (jüdische) Geschichte recherchieren.

Weitere interessante Links sind die Datenbanken von Yad Vashem, dem US Holocaust Memorial Museum und der Jewish Virtual Library.

Für die Recherche über jüdische Friedhöfe enthält der ESJF-Leitfaden auf Seite 74 nützliche Links.

Wichtig! Die Filme müssen vollständig von Schülerinnen und Schülern gemacht werden, nicht von Fachleuten oder Lehrern!

Tipps:

  1. Wenn ihr in eurem Film mit Fotos anstelle von Videos arbeiten, solltet ihr mindestens 40 Fotos verwenden (etwa 1 Foto pro 10 Sekunden)
  2. Ihr könnt eigene Fotos oder Archivfotos verwenden, solange diese kostenlos genutzt werden können. Bitte gebt am Ende des Films die Quelle des jeweiligen Fotos an.
  3. Der Film muss in englischer Sprache erzählt werden oder mit englischen Untertiteln versehen sein.

 

SCHRITT 3. DREHEN

Zu diesem Zeitpunkt habt ihr alte Fotos gesammelt und gute Recherche durchgeführt..

Nun solltet ihr die jüdischen Stätten in eurer Stadt (oder einer in der Nähe) besucht haben, um mit euren Digitalkameras gute Fotos zu machen oder Videos zu drehen.

Viele Mobiltelefone bieten inzwischen die Möglichkeit, Videos aufzunehmen, aber es wäre besser, wenn ihr etwas von höherer Qualität verwenden würdet.

Für die Aufnahme eines Videos gibt es einige Grundregeln:

  • Wenn sich das Objekt oder die Person, die ihr filmt, bewegt, könnt ihr die Videokamera halten und sie filmen. Wenn die Person sitzt oder wenn ihr eine Synagoge, einen Friedhof oder ein Gebäude filmt, dann verwendet ein Stativ!
  • Wenn ihr uns die Kuppel einer Synagoge und den Altar zeigen wollt, schwenkt langsam nach oben oder unten.
  • Jede Aufnahme sollte 20 Sekunden dauern.
  • Wenn ihr jemandem zuhören wollt, versucht, ein kleines Mikrofon vor die Person zu bekommen, denn das Mikrofon am Camcorder ist normalerweise nicht gut genug - vor allem, wenn die Person draußen auf der Straße ist, wo es zu viel Lärm gibt.
  • Wenn ihr euch dafür entscheidet, eine Person zu interviewen, solltet ihr das Interview nicht ausschließlich in eurem Film verwenden. Interviews können eine nette Ergänzung zum Film sein, aber sie sollten nicht den einzigen Inhalt darstellen.
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STEP 4. STORYBOARD

Der nächste Schritt besteht darin, ein Storyboard zu erstellen - auf Englisch.

Das Storyboard muss in MS Word erstellt werden, und die Fotos müssen per Drag & Drop in das Word-Dokument gezogen werden. Zieht keine hochauflösenden Fotos in euer Word-Dokument, da es sonst abstürzt.

Zur Erinnerung: Wir möchten, dass ihr uns eine Geschichte erzählt. Verwendet Fotos oder Videos oder beides, aber macht daraus eine Geschichte für uns.

Wenn es an eurer Schule einen Kurs für kreatives Schreiben oder Theater gibt, kann euch dieser Lehrer vielleicht helfen.

Beispiele für ein Storyboard findet ihr auf dieser Website (Schritt 4: Erstellen eines Storyboards).

 

STEP 5. VIDEO PRODUCTION

Ihr müsst nun euer eigenes Video erstellen. Dies kann mit vielen Programmen geschehen - Microsoft Movie Maker, Sony Vegas, Apple iMovie usw.

Wenn es an eurer Schule eine IT-Abteilung oder einen Lehrperson gibt, die sich auf Video spezialisiert hat, könnt ihr sie bitten, euch bei der Aufnahme des Kommentars zu helfen.

  • Sammelt eure Materialien (Bilder, Videoclips, Audiodateien, Soundeffekte) und legt sie in einem einzigen Ordner ab.
  • Öffnet eure Software und vergewissert euch, dass ihr die Möglichkeit habt, das gesammelte Material in eure Software zu "importieren".
  • Importiert alle Materialien, damit ihr sie zu einem organisierten Film zusammenstellen könnt.
  • Eure Software verfügt über eine "Zeitleiste" oder einen "Projektbereich", in dem ihr euer Material für euren Film anordnen könnt.
  • Konzentriert euch zunächst auf die Erzählung in der von euch gewünschten Geschwindigkeit und Tonlage und fügt dann euer Bildmaterial hinzu.

 

SCHRITT 6. CREDITS HINZUFÜGEN, KONVERTIEREN, UND FILM HOCHLADEN

Am Ende des Films müssen die Credits aufgelistet werden mit:

  1. die Namen der Schülerinnen und Schüler, die mitgewirkt haben
  2. die verwendete Musik
  3. Fotos und Filmmaterial, das ihr verwendet habt, wenn sie aus externen Quellen stammen, eure anderen Quellen und ein Literaturverzeichnis

Stehlt nicht Musik und Fotos von anderen. Sucht stattdessen nach Musik und Fotos, die urheberrechtsfrei sind. Ein guter Ausgangspunkt für eure Suche kann z.B. das Free Music Archive für Musik und Flickr CC oder Wikimedia Commons für Fotos sein. Machet euch mit den verschiedenen Lizenzen vertraut, die den jeweiligen Werken zugewiesen sind. Schließlich sollt ihr euch in den Credits eures Films bei denjenigen bedanken, die euch geholfen haben - bei eurer Lehrerin oder eurem Lehrer, der Stadtbibliothek, der jüdischen Gemeinde oder wer auch immer euch bei der Recherche geholfen hat.

  • Finalisiert euren Film in eine .MOV- oder .MP4-Datei
  • Speichert die fertige Version auf eurem Computer
  • Ladet die gespeicherte Datei online hoch: z. B. YouTube oder Dropbox/Google Drive und schickt uns den Link durch das untenstehende Formular.
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