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Culture Centre of the city of Novi Sad 25/26-01-2022

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Terraforming organized the first Hannah seminar on January 25 and [...]

20-21 listopada 2021, seminarium stacjonarne w Żydowskim Muzeum Galicja

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Pierwsze seminarium w ramach Projektu HANNAH w Polsce odbyło się [...]

Galicia Jewish Museum, Kraków 20-21 November 2021

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The first HANNAH seminar in Poland was held at Galicia [...]

HANNAH Newsletter Nr. 2

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"ANTI-NATO"-ANTISEMITISMUS: ANTIJÜDISCHE STIMMUNG IM ZUSAMMENHANG MIT DEM NATO-BOMBARDEMENT IN SERBIEN 1999

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Nach der Bombardierung Serbiens durch die NATO im Jahr 1999 kamen verschiedene antisemitische Narrative auf. Diese Narrative tauchen immer noch von Zeit zu Zeit auf, meist in extrem nationalistischen und antiamerikanischen Kreisen. Sie sind zwar in erster Linie antiamerikanisch, greifen aber in einigen ihrer Segmente auch auf traditionelle, typische und bekannte antisemitische Stereotypen und Mythen zurück. Basierend auf dem Mythos des "jüdischen Einflusses auf die amerikanische Außenpolitik" suggerieren diese Narrative, dass Juden an den Entscheidungsprozessen beteiligt waren oder dass Juden allein hinter den NATO-Bombardierungen Serbiens standen. Diese antisemitischen Erzählungen können so weit gehen, dass alle Juden für ihre angebliche Rolle bei den NATO-Bombenangriffen auf Serbien verantwortlich und rechenschaftspflichtig gemacht werden. Darüber hinaus stellt sich die Frage nach der Loyalität der serbischen Juden in diesem Zusammenhang und es wird ihnen vorgeworfen, dass ihre Loyalität angeblich dem "Weltjudentum" und nicht Serbien und seinem Volk gilt.

BLUTVERLEUMDUNG: DIE AUFRECHTERHALTUNG DES MYTHOS DES JÜDISCHEN RITUALMORDES

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Im 17. Jahrhundert und in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts war Sandomierz ein Ort der Konflikte zwischen Katholiken und Juden. Im Jahr 1628 wurden Juden beschuldigt, den Tod des Sohnes eines örtlichen Apothekers verursacht zu haben. Angeblich hatten sie das Kind entführt, ihm Blut abgenommen, seinen Körper zerstückelt und den Hunden zum Fraß vorgeworfen. Trotz der Ermittlungen wurden die beschuldigten Juden nicht verurteilt.

"OHNE ISRAEL GÄBE ES KEIN ANTISEMITISMUS"

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Das Narrativ, dass "nichts den modernen Antisemitismus mehr anheizt als der Staat Israel, würde dieser seine Politik ändern, würde auch der Antisemitismus in seinen vielen heutigen Facetten zurückgehen oder gar verschwinden" ist eine perfide Täter-Opfer-Umkehr. Plötzlich sind nicht mehr die Antisemiten schuld am Antisemitismus, sondern die Juden - oder der jüdische Staat Israel. Die nichtjüdische Welt reagiert sozusagen nur, wenn es sich um palästinensische Terroristen handelt, die angeblich einen "Freiheitskampf" gegen die "zionistischen Unterdrücker" führen, oder um deren Unterstützer in Europa und anderswo, die sich ihre "Israelkritik" nicht nehmen lassen wollen, egal wie antisemitisch sie sein mag. Adorno nannte dies "Projektion" - das Opfer wird dessen beschuldigt, was man selbst tut oder zu tun beabsichtigt.

GLEICHSETZUNG DES HOLOCAUSTS MIT DER BOMBARDIERUNG DEUTSCHER STÄDTE

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Die deutsche rechtsextreme Partei NPD und andere rechtsextreme Organisationen sprechen von der Bombardierung Dresdens und anderer deutscher Städte während des Zweiten Weltkriegs als "Bombenholocaust". Damit sollen diese Bombardierungen mit der Shoah gleichgesetzt werden, um die Einzigartigkeit dieses Menschheitsverbrechens zu mindern und die Täter zu entlasten.

DAS ZEIGEN VON (NEO-)NAZI-SYMBOLEN UND PORTRÄTS PROMINENTER FASCHISTISCHER IDEOLOGEN

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Die Verherrlichung der Nazi-Ideologie ist manchmal auf den Tribünen der serbischen Fußballstadien zu sehen. Vor allem die Anhänger des Belgrader Fußballvereins Rad sind für die Verwendung von Nazi-Symbolen bekannt. Diese "Fußballfans" zeigen oft Fahnen mit dem "Keltenkreuz", dem "SS-Totenkopf"-Symbol sowie Spruchbänder mit dem Bild von Dimitrije Ljotić, einem serbischen faschistischen Politiker und Ideologen, der 1935 die Jugoslawische Nationalbewegung (Zbor) gründete und während des Zweiten Weltkriegs mit den deutschen Besatzungsbehörden kollaborierte.

“DER GLÜCKSJUDE”

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Ein gereimtes "Gedicht" auf Polnisch [Übersetzung ohne Reime] "Um Geld zu Hause zu haben und es nie ausgehen zu lassen, muss man einen Juden zu Hause haben, der das Geld bewacht." "Wenn du in Armut bist, geh zum Juden."